Rund um die Pforte der Seligen


Eine abwechslungsreiche Wanderung von Pyrbaum nach Seligenporten

 


Klosterkirche in Seligenporten


Chorgestühl in der Klosterkirche

Informationen

Lage: Pyrbaum liegt ca.10 km östlich von Allersberg, 15 km nordwestlich von Neumarkt. Parken am Marktplatz.

Weg: 12 km. Ebene Feld-, Wald- und Radwege.

Einkehrmöglichkeiten in Seligenporten und Pyrbaum.

Kirchen: Schlüssel für kath. Kirche in Pyrbaum Oberhembacher Weg 2, für evang. Kirche Marktplatz 4. Klosterkirche in Seligenporten tagsüber geöffnet.

Wegbeschreibung

Am Rathaus in Pyrbaum Richtung Seligenporten (Kurpfalzstraße). Kurz vor dem Ortsende in die Waldstraße, ein Stück am Wald entlang und rechts auf den Radweg „Alter Bahndamm“. In Seligenporten nach dem ehemaligen Bahnhof links. Entlang der Straße zur Klosterkirche. - Auf der Straße weiter (Richtung Neumarkt), an der Parkbucht ca. 200 m nach Ortsende (Flurkreuz) links. Jetzt bis Pyrbaum mit Blaustrich: Halb um den Mahlweiher herum und an seinem oberen Ende links in den Wald. Kurz danach erneut links (Rotpunkt zweigt rechts ab). Nach längerer Wegtrecke (meist am Waldrand) bei der Tafel „Bitte auf dem Weg nicht reiten“ gerade in den Wald. Am Dürnhof vorbei, wieder in den Wald und gleich rechts auf die Forststraße. Unmittelbar vor der einer Straße links. Auf dem breiten Waldweg bis zum Waldende. Dort (ganz) rechts auf den Radweg zum ehemaligen Bahnhof  Pyrbaum, links in den Falkenweg und weiter ins Zentrum.
 

 

 

 

 

 

 

 

 Die Wegskizze für diese Wanderung
zum Ausdrucken können Sie bei mir
per E-Mail kostenlos  anfordern.

 


Klostertor

Neumarkter Tor

 

Wissenswertes zum Weg

„Felix porta“, selige Pforte, Seligenporten. Der Ortsname erinnert an das Zisterzienserinnenkloster, zu dessen Gründung und Unterhalt Gottfried von Sulzbürg und seine Frau Adelheid von Hohenfels etwa im Jahr 1242 Baugrund und mehrere Höfe und Güter in benachbarten Dörfern schenkten. Unter königlichem Schutz entwickelte sich die Abtei bald zum reinen Adelsstift und konnte durch weitere Schenkungen, Kauf und Tausch beachtlichen Besitz erwerben. Um 1500 unterstanden ihr rund 650 Untertanen in 350 Anwesen in Seligenporten und über 140 Orten im Umkreis.

 Wechselvoll ist die weitere Geschichte des Klosters: 1556 musste die Äbtissin Anna von Kuedorf die kurpfälzische Kirchenordnung annehmen, was das Ende des Klosters einläutete, das 1576 mit ihrem und ihrer letzten Mitschwester Tod ausstarb. Nach der Rekatholisierung der jetzt bayerischen Oberpfalz ab 1626 gehörte die Hofmark Seligenporten von 1692 bis zur Säkularisation 1804 dem Schulorden der Salesianerinnen in Amberg. In der Folgezeit wurden sie verkauft und weitgehend abgebrochen. 1930 bis 1967 schließlich lebte Seligenporten als Zisterzienser-Mönchskloster noch einmal auf.

Die Kirche Maria Himmelfahrt weist Merkmale vieler gotischer Zisterzienserinnenkirchen auf: die Einschiffigkeit, eine weit ins Langhaus hineinragende Nonnenempore, die darunter liegende Grablege und den weitgehenden Verzicht auf Malerei und Plastik in der Ausstattung. Einzigartig ist das gut erhaltene Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert an ursprünglicher Stelle, das in Verbindung mit dem originalen Fußboden eine mittelalterliche Atmosphäre atmet. Die übrige Ausstattung stammt weitgehend aus der Barockzeit. Von den Klostergebäuden sind nur das Klostertor, ein Flügel des Konventbaus (heute Gaststätte) und Reste der Klostermauer erhalten.

 


Rathaus und evangelische Kirche in Pyrbaum

Katholische Kirche in Pyrbum
 

Ausgangspunkt unserer landschaftlich abwechslungsreichen Wanderung durch Feuchtgebiete, vorbei an Fischteichen und durch den ausgedehnten ehemaligen Klosterforst ist Pyrbaum mit seinen zahlreichen alten Fachwerkhäusern.1130 erstmals erwähnt, entwickelte es sich an verkehrsgünstiger Lage zwischen Nürnberg, Altdorf, Neumarkt, Hilpoltstein und Schwabach unter der Herrschaft der Reichsfreiherrn und späteren Reichsgrafen von Wolfstein schnell und erhielt 1540 das Marktrecht. Aus dieser Zeit stammen drei der einst fünf noch erhaltenen Torhäuser mit ihren Fachwerkobergeschossen und Bohlendecken über den Durchfahrten. Befestigt war der Ort nur mit Graben und Palisadenzaun.

Am Marktplatz liegt das behäbige, 1568 erbaute Rat- und Gerichtshaus. Die evangelische Pfarrkirche St Georg  - 1561 wurde in Pyrbaum die Reformation eingeführt –  mit dem hohen Zwiebelturm wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie nach einem Brand 1926. Reich geschmückte Epitaphien  und Totenschilde im Inneren zeugen von der Geschichte der Freien Reichsherrschaft Pyrbaum. Besonders sehenswert sind ein spätgotischer Flügelaltar von 1551 mit der Auferstehung Christi und die mit ornamentalem Schnitzwerk versehene Empore. Die katholische der schmerzhaften Mutter, ein schlichter Sandsteinbau (1900) mit einer einheitlich neugotischen Ausstattung, steht auf dem Areal des mächtigen, 1853 niedergebrannten viertürmigen Schlosses der Wolfsteiner, von dem außer dem Burggraben nicht mehr viel übrig geblieben ist.

 

Zurück zur Übersicht "Bistum"