Komm in den Wildrosengarten


Eine Entdeckungstour im Bachhaupter Tal bei Breitenbrunn

 


St. Sebastian

Informationen

Breitenbrunn liegt ca. 7 km nördlich von Dietfurt an der Straße Dietfurt – Parsberg, Parkplatz an der Kirche St. Sebastian.

Länge: 6 km, sanfte Steigung  (ca. 70 Höhenmeter).

Der Wildrosengarten mit Infotafeln ist jederzeit frei zugänglich. Er blüht in der Regel Mitte Juni. Aussicht auf die Bachhaupt-Mühle; Picknickplatz.

Die Kirche St. Sebastian ist meist geschlossen. Eine kleine Öffnung in der Tür ermöglicht den Blick ins Innere. Lohnender  Blick über Breitenbrunn.

Einkehrmöglichkeiten nur in Breitenbrunn

Wegbeschreibung

Beim P unterhalb St. Sebastian an der Infotafel rechts um den Fuß der Felsens, mit den Wegweisern ins Ehtal, an einer Gabelung links und durch den Wald aufwärts. An der Gabelung kurz vor der Hochfläche links, auf der Dorfstraße rechts durch Buch. Am Ortsende über die Kreisstraße und geradeaus weiter, nach 50 m links auf einen Feldweg (parallel zur Straße). Vor dem Bauernhof links, ein Stück auf der Straße bis zu einem P,  dort an der Infotafel links und am Zeltlagerplatz entlang. Wo der Weg zu fallen beginnt, rechts zum Wildrosengarten. - Zurück und abwärts ins Tal. An der Mühle auf dem Radweg am rechten Hang talauswärts. Über eine Brücke auf die linke Talseite, ein Stück neben der Straße (am besten hinter der rechten Leitplanke) und bald wieder auf dem Fußweg, dann über die Brücke zurück zum P.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wegskizze für diese Wanderung
zum Ausdrucken können Sie bei mir
per E-Mail kostenlos  anfordern.

 


Blick zur Bachhauptmühle

 

Wissenswertes zum Weg

Über 25 Wildrosenarten gedeihen an den sonnigen Jurahängen der Oberpfälzer Labertäler, verborgene botanische Schätze. Sie sind unumstritten die „Königinnen“ unserer Gebüsche: die Hundsrose in ihren verschiedenen Arten, die Vogesenrose, die Buschrose, Weinrose, Filzrose und wie sie alle heißen. Durch ihren Wuchs, die Stacheln, Blätter und Blüten und – im Herbst – durch ihre Früchte, die Hagebutten, unterscheiden sie sich. Oft kann sie nur der Fachmann genau bestimmen. Die Bezeichnungen „Heckenrose“ und „Hagebutte“ weisen noch heute darauf hin, dass sie immer Bestandteile von Hecken waren. Für viele Insekten – Wildbienen, Hummeln, Honigbienen, Gold- und Rosenkäfer -  aber auch für Vögel und Kleinsäuger sind Hecken eine wichtige Nahrungsquelle. Aber ihre vitaminreichen Früchte, vor allem die Hagebutten, bereicherten in den Wintermonaten auch den kargen Speisezettel unserer Vorfahren

Einige heimische Wildrosenarten sind heute schon sehr gefährdet und selten geworden. In Breitenbrunn wurde deshalb im Rahmen der Umsetzung des Arten- und Biotopschutzprogramms ein „Wildrosengarten“ angelegt, in dem man möglichst viele heimische Wildrosen angesiedelt hat. Standort ist ein Felssporn über dem abgelegenen Bachhaupter Tal, das schon immer besonders vielen seltenen Pflanzen und Wildsträuchern eine Heimat bot. In diesem Naturareal kann der Wanderer die  Wildrosen quasi „persönlich“  kennenlernen und viel über sie erfahren, lernt aber auch viel über das botanische „Umfeld“: über andere Heckengehölze, das „Getümmel“ im Reisighaufen,  über Wildobst wie Holzapfel, Holzbirne und Vogelkirsche, über die Artenvielfalt der Brombeeren, über die Pflanzenwelt der Trockenrasen und ihre „Pflege“ durch die Schäferei. Eine Tast- und Geruchsecke ermöglicht es, die Pflanzen zusätzlich per Hand und Nase zu „erfahren“, und den Kindern bieten Klettersteine, Steinhaufen und Wurzelstöcke ein ungewohntes Spielvergnügen.

Um das Thema „Rose“ inhaltlich noch vielfältiger zu präsentieren, hat der Breitenbrunner Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Franz Kraus schon den nächsten Schritt  konzipiert. Wenn die Bürger mitziehen, werden in den Anlagen und Vorgärten am künftigen „Rosenweg“ bald auch vielfältige andere Rosen blühen, und der Rosenfreund wird unterschiedlichste Informationen erhalten zur Königin der Blumen

 Der Weg durch das Ehtal zum Wildrosengarten ist schon für sich allein ist ein Erlebnis, dann aber vor allem der traumhafte Blick ins Bachhaupter Tal und auf die Bachhaupt–Mühle und der Rückweg durch das felsen- und wasserreiche Tal der Bachhaupter Laber. Kulturelles Kleinod am Weg ist die Kirche St. Sebastian auf dem Felssporn an der Vereinigung der  beiden Täler, um 1400 erbaut, kurz nach 1700 erweitert und dann barock ausgestattet. Der heutige Hochaltar mit dem Gemälde des Kirchenpatrons wurde aus Lutzmannstein im Truppenübungsplatz Hohenfels hierher gebracht. Wertvolle Votivkerzen zeugen von der früheren Bedeutung als Wallfahrtsort. Auch heute noch suchen und finden hier oben Menschen Trost und Hilfe. Labung für den Leib ist ihnen wie den Pilgern früherer Zeiten das erfrischende Wasser der Quellen, die  am Fuß des Felsens entspringen
 

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