Für Wasserratten und Naturfreaks


Wanderungen rund um Hechlingen und den Hahnenkammsee

 


Die „Blutrinne“ bei Hechlingen

 

Anfahrt: Der Hahnenkammsee liegt jeweils ca. 15 km westlich von Treuchtlingen und nördlich von Wemding

Weglänge: mit Seeumrundung 14 km, ohne 12 km, mit Abkürzung 1: 8 km, mit Abkürzung 2: 10 km

Steigungen: Von der Steinernen Rinne auf die Hochfläche - Abkürzungen nach Hechlingen: 1. Bei der Katharinenkapelle mit Markierung 1 oder auf einem der Feldwege - 2. Am Waldrand nach der großen Lichtung mit Markierungen 2 und 3 abwärts.

Einkehrmöglichkeiten in Hechlingen oder im Strandhaus am See

Umrundung des Hahnenkammsees. Auf dem Seeuferweg 3 km.

Wegbeschreibung

Auf der Hauptstraße in Richtung Heidenheim durch Hechlingen. 20 m nach Orts(ende)schild bei km 29,5 rechts aufwärts, am Holzschuppen rechts vorbei. Markierung 1. Oben am unteren Rand der Felder (Hecken) zur Steinernen Rinne. Hier über den Steg hinüber zu einem Weg, auf ihm rechts aufwärts. Oben nach der Wiese rechts, immer am Waldrand. Straße überqueren und auf Waldweg auf die Hochfläche. Bei der Kreuzung am höchsten Punkt rechts zur Kapellenruine.

Zurück bis zur Kreuzung und ohne Markierung rechts. Abwärts zur Straße und wieder aufwärts, kurz durch Wald. Nach der großen Lichtung gerade in den Wald. Jetzt mit 3. 300 m nach einer Schutzhütte mit Wegweiser Blutrinne auf dem linken(!) der beiden links abzweigenden Wege zur Blutrinne. Zurück zum Wegweiser und mit 3 abwärts. Auf der Uferstraße 300 m rechts, dann links zum Seeufer. Hier Seeumrundung oder rechts nach Hechlingen. Mit Rotstrich zum P

 

 

 

 Die Wegskizze für diese Wanderung zum Ausdrucken können Sie bei mir per E-Mail kostenlos  anfordern.

 


Der Hahnenkammsee ist ein Badeparadies für groß und klein

 

Wissenswertes zum Weg

 

Zur „Blutrinne“ weist ein Wegweiser am Ostufer des Hahnenkammsees den Wanderer. Er führt zu einem 1½ m langen und 30 cm breiten Stein im tiefen Wald, in den eine Rinne geschlagen ist – Überrest eines keltischen Heiligtums. Vieles spricht dafür, dass auf diesem Stein einst Menschen geopfert wurden. Durch die Rinne lief das Blut der Geopferten in ein tiefes Loch. So erzählt es die Informationstafel neben der Rinne.

Unwillkürlich schweifen an diesem schaurigen Ort die Gedanken Jahrhunderte weiter. Hier, ganz nah, wirkten später im nahen Heidenheim auch unsere Diözesanheiligen Walburga und Wunibald. Unter Einsatz all ihrer Kräfte verbreiteten sie hier das Christentum, befreiten die Menschen von heidnischen Göttern und Menschenopfern, führten sie zum Glauben und zur inneren Freiheit.

Die äußeren Zeugnisse dieses christlichen Glaubens sind in der reizvollen Landschaft auch noch heute unübersehbar: Auf dem „Kapellbuck“ steht auf 585 m Höhe das Wahrzeichen Hechlingens, die Ruine der Katharinenkapelle aus dem15. Jahrhundert, damals Ziel zahlreicher Wallfahrer, seit der Reformation aber nur mehr selten besucht und deshalb letztlich dem Verfall preisgegeben. Heute ist sie gesichert und steht unter Denkmalschutz. Bei einer Grabung traten Fundamente und Mauerreste zutage, die darauf hindeuten, dass sich hier auch eine mittelalterliche Wohnanlage aus dem 13. Jahrhundert befand. Heute laden neben der Ruine, von der aus sich eine weite Aussicht auf das Ries und die Schwäbische Alb bietet, gemütliche Sitzgruppen zur besinnlichen Rast ein.

Das Zentrum Hechlingens bildet die mächtige evangelische Pfarrkirche St. Ottilia und Lucia. 1868-72 wurde sie an der Stelle zweier Vorgängerkirchen erbaut. Bei der umfassenden Renovierung 1985-89 erhielt sie wieder eine hervorragende neugotische Ausstattung und Ausmalung, die man 1959 entfernt hatte. Die Kassettendecke, der mit Fialen gekrönte Schreinaltar, die Kanzel mit den Büsten der Evangelisten, ein Relief Christi als Weltenherrscher und Weltenrichter , ein großer Kronleuchter und andere neugotische Kunstwerke machen einen Besuch sehr lohnend. Zusammen mit den benachbarten alten historischen Gebäuden – heute Pfarrhaus, Gemeindehaus und Gemeindebücherei - bildet die Kirche auch ein sehenswertes Bauensemble.

Am Wanderweg liegt eine der unscheinbareren „Steinernen Rinnen“ des Hahnenkammgebietes, nicht so lang und so hoch wie die bekannteren „Schwestern“ von Rohrbach und Wolfsbronn, aber nicht minder ein Kleinod der Natur.

Erholung von der Wanderung bietet der Hahnenkammsee. Mit seiner idyllischen Lage im mühlenreichen Hochtal der Westlichen Rohrach ist der 1977 als erster fertig gestellte der Geheimtipp unter den neuen Fränkischen Seen. Ein flach abfallender Sandstrand, Liege- und Spielwiesen, eine Strandhaus mit allen notwendigen Einrichtungen; schattige Picknickplätze, ein Bootsverleih, der Rundweg, genügend Parkplätze und vor allem viel mehr Platz und Ruhe als an den anderen fränkischen Seen machen ihn vor allem für Familien zu einem erstrangigen Erholungs- und Badesee

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