"... es weihnachtet sehr"


In Freystadt finden am dritten Adventswochenende die "Freystädter Krippentage" statt.

 

 

 

 

Informationen

Freystadt liegt zwischen Neumarkt und Hilpoltstein. Ausgewiesene Parkplätze an der Allersberger Straße.

 

Freystädter Krippentage 2005 am Sa. und So. 10. und  11. Dezember. -

„Krippenschauen“ jeweils von 9 – 18 Uhr in der Mehrzweckhalle an der Allersberger Straße. In dieser Zeit auch Vorführungen (Krippenwerkstatt, Erstellung von Klosterarbeiten, Klöppeln) und Buchausstellung zum Thema „Krippen“. - „Kripperlmesse“ am Samstag, 18 Uhr in Maria Hilf mit den Freystädter Sängern und der Schwarzachauer Saitenmusi´; Zelebrant P. Maxentius. - Anschließend „Kripperlsingen“ in der Mehrzweckhalle mit den Obermässinger Alphornbläsern, den Freystädter Sängern und den Woffenbacher Madla; Leitung Michael Pröbster.

 

 

Wissenswertes

 

Schon vor Wochen hat der Weihnachtsrummel begonnen. Die Geschäfte sind „geschmückt“ mit kitschigem Glitzer und lächerlichen „Weihnachtsmännern“. Aus allen Ecken und Enden tönt Weihnachtsmusik oder was man heute dafür hält- alles zusammen eine Perversion der Weihnachtsbotschaft. Welchen Sinn haben angesichts solcher seichter Überflutung noch die Krippenausstellungen, die in der Adventszeit auch in den Pfarreien unseres Bistums zahlreiche Besucher anlocken?

In Freystadt, wo heuer schon zum vierten Mal die „Freystädter Krippen-tage“ stattfinden, hat man dieses Problem erkannt und geht einen besonderen Weg. Hier steht im Mittelpunkt des Wochenendes das „Krippenschauen“. Die Initiatoren, die Mitglieder des „Krippenvereins Freystadt e.V.“, haben diesen Begriff bewusst gewählt, um damit zum Ausdruck zu bringen: Wer erfassen möchte, was die Krippe uns sagen will, darf sich nicht mit oberflächlichem Hinsehen begnügen, sondern muss betrachten, muss in die Tiefe sehen, um durch inneres „Schauen“ über die äußere Darstellung des Weihnachtsgeschehens vorzudringen zu seiner religiösen Aus-sage. So kann „Krippenschauen“ sehr wohl ein Gegengewicht zum allgegenwärtigen Weihnachtsrummel bilden und ein Weg sein, den Betrachter zum Kern der Weihnachtsbotschaft zu führen.

Deshalb wird die Freystädter Krippenausstellung auch nicht isoliert „präsentiert“, sondern ist begleitet von einer „Kripperlmesse“ und vom „Freystädter Kripperlsingen“, das unter Beteiligung von Musikgruppen aus der Umgebung inmitten der Ausstellung stattfindet und damit auch einen musikalischen Zugang zur Botschaft der Krippen eröffnet. Schon während der ganzen Adventszeit können sich die Freystädter an einem Krippenrätsel beteiligen: In den Schaufenstern von 8 Geschäften wird in Krippendarstellungen je eine Frage zur Weihnachtsgeschichte gestellt, deren Antwort ein Lösungwort ergibt. 3 Krippen winken als Preise.

Schon im Vorfeld des Krippenschauens herrscht in der Stadt jedes Jahr große Begeisterung. In der „Krippenwerkstatt“, einem Krippenbaukurs, regt ab September Walter Grabowski, ein Krippenbauer mit Leib und Seele, unterstützt von Mitgliedern des Krippenvereins, die Phantasie der Krippenbastler an und gibt sachkundig Tipps und Hilfen zur Gestaltung der Ställe, zum Schnitzen, zum Fassen und zur Bekleidung der Figuren. In der Ausstellung selbst zeigen dann die Kursteilnehmer und Krippenbesitzer aus Freystadt und Umgebung mehr als 100 verschieden gestaltete Krippen, die das Weihnachtsgeschehen vorwiegend in die bayerische Heimat, aber auch in ganz verschiedene andere Kulturkreise und Landschaften auf der ganzen Welt versetzen - Ausdruck dafür, dass das Kind in der Krippe zu allen Menschen auf unserer Erde gekommen ist. Klosterarbeiten von hoher Qualität, darunter natürlich auch Fatschnkindl, bilden jedes Jahr einen besonderen Glanzpunkt der Ausstellung.

 

 

Geeignet, die Eindrücke des Krippenschauens besinnlich nachklingen zu lassen, ist ein Spaziergang zu den Schönheiten des Städtchens: zum Markplatz mit dem frei stehenden Rathaus und den abwechslungsreich gestalteten Fassaden und Giebeln der Bürgerhäuser, zur prächtig ausgestatteten ehemaligen Spitalkirche, zur barocken Pfarrkirche St. Peter und Paul und vor allem zur Wallfahrtskirche Maria Hilf, einer der schönsten Kirchen im Bistum.

 

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