Rund um den Deininger Kreuzberg


Auf dem "Bahn-", dem "Wasser- und Mühlen-" und dem Biberweg
    Deinings Umgebung erkunden

 


Die Ulrichskapelle im Tal der Weißen Laber

Informationen

Lage: Deining liegt an der B 8, etwa 10 km südöstlich von Neumarkt. Parkplätze am Rathaus nahe der Kirche in Ortsmitte.

Weglänge etwa 11 km. Anstiege insgesamt ca.160 m.

Wander-/Radlkarte kostenlos im Rathaus erhältlich (09184/83000).

Kirche Deining und Ulrichskapelle geöffnet. Schlüssel für Mittersthal bei Wendelin Kienlein, Wintergasse 8 (Tel. 09184/411).

Weg: Vom Parkplatz abwärts in die Hauptstraße, dort kurz links, dann rechts in die Leutenbacher Straße. Nach der Laberbrücke mit der Markierung „Bahnweg“ links aufwärts. Sie führt bis Deining Bahnhof (etwa 4 km). Dort durch die Bahnunterführung zum Radweg und auf ihm links hinunter ins Labertal. Dort rechts zur Ulrichskapelle (Wegweiser), wieder zurück und auf Radweg weiter. Bald nach der Eisenbahnbrücke mit der Markierung „Wasser- und Mühlenweg“ rechts aufwärts in den Wald.  Wo der Weg bei einer Weggabelung halblinks leicht in ein Seitental zu fallen beginnt, rechts (!) hinauf zur Wiese und auf  dem begrasten Fahrweg  nach Mittersthal. Auf der Sommergasse oberhalb der Kirche ortsauswärts, über die Hochfläche bis zu zwei großen Linden und entlang der Kreuzwegstationen etwa auf gleicher Höhe bleibend zum Kreuzberg (Aussicht!). Von dort ein Stück zurück und rechts abwärts nach Deining


 

Der Deininger Biberweg (1,5 km, eben, teilweise auf Bohlen), beginnt beim Spar-Markt (Markierung) in der Nähe des Hahnenwirts

 

Blick vom Kreuberg auf Deining

Der Deininger Kirchenmaler Georg Lang

 

Wissenswertes zum Weg

 

Die farbenkräftigen Deckenfresken, Altargemälde und Kreuzwegbilder des Kirchenmalers Georg Lang schmücken nicht wenige Kirchen im Umkreis von Neumarkt und auch weit darüber hinaus. Zu seinem 100. Todestag im Jahr 2000 hat die Gemeinde Deining ihrem wohl berühmtesten, 1840 geborenen Sohn mit einer in einen Brunnen integrierten Bronzebüste auf dem Rathausplatz ein würdiges Denkmal gesetzt. Eine aus diesem Anlass erstellte Broschüre würdigt seine fruchtbare künstlerische Tätigkeit, dokumentiert sein umfangreiches Werk und rückt es wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Langs im Stil der Nazarener gemalten Werke entsprangen dem Geist der  Frömmigkeit der damaligen Zeit und verliehen ihr den entsprechenden künstlerischen Ausdruck: verklärte Darstellungen des Lebens Jesus in hellen, leuchtenden Farben und Gemälde von Heiligen mit frommen, ernsten Gesichtern, bekleidet mit langen Gewändern mit markantem, kontrastreichem Faltenwurf. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg  waren diese damals als „kitschig“ betrachteten Bilder wenig geachtet und wurden gar weggeworfen oder übermalt; heute beginnt man allmählich umzudenken, erkennt ihren künstlerischen Wert und deutet ihre religiöse Aussage auf dem Hintergrund der Frömmigkeitsgeschichte.


Dreifaltigkeit

Einen Eindruck von Langs Werken vermitteln mehrere seiner Gemälde in der Deininger Pfarrkirche St. Willibald: die 14 Kreuzwegstationen und die Bilder der hl. Dreifaltigkeit, des hl. Sebastian und des hl. Willibald mit seiner Familie – drei ehemalige Altargemälde, die die heute an den Kirchenwänden hängen. Auch die am Wanderweg gelegene Kirche von Mittersthal besitzt einen Kreuzweg Langs.


Willibald mit Familie

 

Deining

Der Ort Deining liegt, eingebettet in das Tal der Weißen Laber, landschaftlich außerordentlich reizvoll. In vielen Windungen durchfließt das Flüsschen das enge Tal. Immer wieder bedecken Moore und Sümpfe, kleine Auwälder, Seggenriede und Streuobstwiesen den Talboden. Zahlreiche Quellen, die am Hangfuß zutage treten und sich auf einer Wasser stauenden Schicht im Untergrund sammeln, sorgen dafür, dass diese ökologisch ungemein wertvollen Feuchtbiotope nicht austrocknen. Die Talflanken sind von prachtvollen Buchen-Mischwäldern und Trockenrasen bedeckt – alles in allem eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.

Schon um 600 besiedelt, zählt Deining zu den ältesten Orten im Neumarkter Umland. Erstmalig erwähnt ist es 1072, als Bischof Gundekar II. hier eine Kirche weihte. Das heutige Gotteshaus wurde1734 über alten Grundmauern neu errichtet, das benachbarte stattliche Schloss Ende des 17. Jahrhunderts.

Unser Wanderweg führt auf dem „Bahnweg“, einem schönen Waldweg, von Deining zum Bahnhof Deining,  dann hinunter in das von einer eindrucksvollen Eisenbahnbrücke überspannte Labertal. Hier liegt unweit der Labermühle mitten im Tal die Ulrichskapelle, „ein baugeschichtliches Juwel in schönster Natur“, wie es der Eintrag eines Besuchers im „Gästebuch“ zu Recht ausdrückt. Nach  jahrelanger Verwahrlosung erstrahlt sie heute  wieder in altem Glanz. Der Rückweg verläuft zunächst im Tal, ehe er hinaufführt nach Mittersthal und zuletzt auf dem aussichtsreichen Kreuzberg seinen landschaftlichen Höhepunkt erreicht. Sehr empfehlenswert ist ein abschließender Spaziergang auf dem interessanten „Biberweg“ entlang der Laber.

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