Durch wildromantische Schluchten


Wanderung durch das Schwarzachtal und die Täler ihrer Nebenbäche im Altdorfer Land

 


Burgthann

 

Informationen

Weg: Ausgangspunkt Altdorf, Oberes Tor. Länge ca. 11 km. Zur Burg in Burgthann 50 Höhenmeter. Sonst nur mäßige Anstiege. Es ist unbedingt gutes Schuhwerk erforderlich.

Alternativwege bei Nässe: Von der Prethalmühle nach Burgthann: An der Brücke rechts Richtung Prackenfels. Kurz nach dem „Hermann-Ehlers-Haus“ mit Blaukreuz (Radweg) bis Burgthann.- Die „Teufelskirche“ kann ab Grünsberg mit Blaustrich umgangen werden.

Burg Burgthann: Burghof immer offen (Aussicht ins Schwarzachtal!). Museum April - Oktober am 1. und 3. Sonntag von 13.30 – 16.30 Uhr geöffnet, Nov. bis März nur 1. Sonntag.

Weg: Am „Oberen Stadttor“ mit Rotkreuz auf der Mühlstraße und dem Fußweg „Im Pfaffental“ stadtauswärts. Die Pfaffentalstraße überqueren, abwärts zur Autobahnbrücke und geradeaus, bald vorbei an der Teufelshöhle. An der Prethalmühle im Tal rechts bis zur Brücke. Dort links über die Schwarzach und sofort rechts. Auf dem unmarkierten Weg bzw. Pfad, immer möglichst nahe am Ufer (aber nicht in den Schilfgürtel und die Wiesen!) geradeaus bis Burgthann. Dort bei der Schwarzachbrücke zum Gasthof Grünes Tal, links vorbei und auf dem Fußweg hinauf zur Burg. Zurückgekehrt ins Tal über die Schwarzach und mit Blaukreuz (Achtung, an einer Weggabelung im Wald geht es rechts!) zur Sophienquelle und nach Grünsberg. Dort 100 m nach dem Schloss mit [4] rechts in die Straße „Am Doktorsbrunnen“ und in die „Teufelskirche“. An ihrem Ende mit Blaustrich rechts nach Altdorf.

 

 

 

Die Wegskizze für diese Wanderung zum Ausdrucken können Sie bei mir per
E-Mail kostenlos  anfordern.

 


Das Schwarzachtal krönt die eindrucksvolle Burg von Burgthann.

 

Wissenswertes zum Weg

 

Unterschiedlichste Landschaftsformen wechseln sich im Altdorfer Land ab. Der Steilabfall der Fränkischen Alb, das wellige Albvorland mit weiten Blicken über Dörfer und Fluren, die dunkelgrünen Flächen des Nürnberger Reichswaldes und nicht zuletzt das Tal der Schwarzach mit den Schluchten ihrer Nebenbäche verleihen ihm einen außerordentlichen Reiz. Zahlreiche Kleinodien der Kunst und Kultur setzen leuchtende Glanzpunkte in diesen Landschaftsrahmen

Mein Weg von Altdorf nach Burgthann und führt mich zunächst in das Pfaffental, das sich nach einem harmlosen Anfang bald als tief in den Sandstein eingegrabene Schlucht entpuppt. Und schon verweist mich das Schild „Betreten auf eigene Gefahr“ auf die Teufelshöhle, zu der ich nur über eine Eisenleiter hinunter gelange. Eine 30 m lange, eben so breite und bis 4 m hohe Felsenhalle hat hier das Wasser in das Steilufer hineingearbeitet.

An der Prethalmühle bin ich im Schwarzachtal. Das ehemalige Mühlengebäude aus dem Jahr 1643 mit seinem schönen Fachwerkgiebel und dem reich verzierten Türklopfer am Rundbogenportal zeugt vom einstigen Reichtum eines heute fast ausgestorbenen Berufstandes. Und schon grüßen rechts die Häuser von Prackenfels herunter und lassen erahnen, wie eindrucksvoll die Burg gewesen sein muss, die einst dort droben stand.

Für meinen Weg flussabwärts benutze ich nicht den markierten Weg am rechten Ufer, sondern nehme in Kauf, dass ich heute Abend zum Schuhputzen vielleicht ein wenig länger brauche und spaziere auf einem teilweise feuchten Pfad am linken Ufer gen Westen. Er führt mich durch ein Stück unberührter Natur nach Burgthann, wo mich die hoch über dem Tal gelegene eindrucksvolle Burg mit dem 35 m hohen Bergfried begrüßt. Schon im 12. Jahrhundert errichteten die Herren von Thann diese auf einem steil abfallenden Bergsporn liegende Befestigungsanlage. Die einstige Vorburg ist heute überbaut, die dem Verfall entgangenen Gebäude der Hauptburg aber wurden restauriert und sind heute eine Begegnungsstätte mit einem Heimatmuseum und einem Museum zur Geschichte und Technik des nahen Ludwig-Donau-Main-Kanals.

Auf meinem Rückweg komme ich durch Grünsberg. Auch hier steht eine mächtige Schlossanlage aus Sandstein, 1504 zerstört und danach von mehrmals wechselnden Nürnberger Patriziern repräsentativ neu aufgebaut und wiederholt erweitert.


Sophienquelle
 Einer der Besitzer, Johann Paul Paumgärtner, ließ 1720 seiner Frau Sophie ganz nahe im Wald eine Quellenanlage bauen und benannte sie nach ihr. Mit dem in den Hang hinein gebauten Rundbecken, das die „Sophienquelle“ fasst und den auf beiden Seiten auf die kleine Terrasse darüber führenden Treppen ist sie eine sehenswerte barocke Brunnenanlage.

 

 

 

Aber der Höhepunkt meiner Wanderung steht mir erst noch bevor, als mich mein Weg erneut in eine tief in den Rhätsandstein eingeschnittene Schlucht führt, an deren Wänden das Wasser viele kleine Höhlen und Mulden ausgewaschen hat. Teils auf Treppen und Bohlen steige ich aufwärts, bis der Quellbach über eine etwa 10 m hohe Felswand herabstürzt. „Teufelskirche“ nennt der Volksmund diese wilde und ungemein romantische Schlucht. Auch wegen ihrer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt ist sie ein Naturdenkmal ersten Ranges.


Weg durch die "Teufelskirche"


Im Pfaffental liegt der Eingang zur 30 Meter langen Teufelshöhle.


 

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