Der Brückkanal, ein ein noch heute viel bestauntes Technikdenkmal


Wildromantische Wandertour entlang der Schwarzach und des Ludwigkanals

 


Schwarzachklamm

 

 

 

Informationen

Anfahrt: Von der Ausfahrt Feucht der A73 auf der B8 kurz in Richtung Schwarzenbruck, dann rechts Richtung Gsteinach und mit dem Wegweiser zum großen Parkplatz am Brückkanal.

Weglänge: 7,5 km, mit Rundgang in Schwarzenbruck 9 km. Geringe Steigungen – In der Schlucht kann es feucht und deshalb rutschig sein. Gutes Schuhwerk ist deshalb erforderlich.

Einkehrmöglichkeiten: Am Brückkanal, am Ende der Schlucht nach der Gustav-Adolf-Höhle und in Schwarzenbruck.


Kanalbrücke (Brückkanal) bei Feucht

 

Wegbeschreibung: Mit Blaukreuz durch den Biergarten und bald abwärts in die Schwarzachklamm. Bei einem Stauwerk kurz hinauf und wieder hinunter. Vorbei an der Karlshöhle und Gustav-Adolf-Höhle. Am Ende der eignetlichen Schlucht im Tal bleiben, bald auf das südliche Ufer wechseln und später wieder auf das nördliche. In Schwarzenbruck über die Schwarzachbrücke und ohne Markierung auf dem Sträßchen hinauf zum Ludwigskanal. Dort rechts, an ihm entlang zum Brückkanal. – Weg zu den Kirchen und zum Schloss Schwarzenbruck: Direkt vor der Brücke (s.o.) mit Blaukreuz links, im Tal weiter bis zu einer großen Wiese. Hier links aufwärts in die Graf-Roland-Straße und rechts auf die Hauptstraße zu den beiden Kirchen. Rückweg über die Graf-Roland-Sraße, rechts in die Siedlungsstraße und auf einem Fußweg an den Schwarzachstuben und der Schule links vorbei zum Schloss. Weiter auf dem Fußweg, z.T. auf Treppen, hinunter zur Brücke. Weiter wie oben.

 

 

 

Die Wegskizze für diese Wanderung zum Ausdrucken können Sie bei mir per E-Mail kostenlos  anfordern.

 

Wildromantische Schwarzachklamm

 

Wissenswertes

 

Früher zogen die Nürnberger an schönen Sommertagen in Scharen zu Fuß hinaus zum „Brückkanal“, heute deuten volle Parkplätze auf dessen Beliebtheit hin. Es liegt nicht allein am Biergarten, wohl einem der schönsten in der Umgebung von Nürnberg. Auch ein Bauwerk besonderer Art zog die Ausflügler an und fasziniert noch heute: Die gewaltige Brücke, mittels der der Ludwig-Donau-Main-Kanal über die Schlucht der Schwarzach geführt wurde - ein eindrucksvolles technisches Bauwerk mit 90 m Länge, 6,2 m Breite und 17 m Bogenhöhe, erbaut 1839-41.

Gegensätzlicher kann eine Wanderung kaum sein als die vom Brückkanal durch die Schwarzachklamm nach Schwarzenbruck und am Ludwigskanal zurück. Hier der unberührte, natürliche Flusslauf: Tief hat sich die Schwarzach in den Sandstein eingeschnitten und glatte Felswände, Höhlen, Felsüberhänge, Felsentore geschaffen, sogar eine Höhle mit einer Quelle, die Karlshöhle. In der Gustav-Adolf-Höhle soll der Schwedenkönig 1632 nach einem siegreichen Gefecht einen Feldgottesdienst gefeiert haben. Ein romantischer Pfad führt den Fluss entlang, eine üppige Vegetation säumt die Ufer. Seit 1938 ist die Klamm Naturschutzgebiet.

Die Gustav-Adolf-Höhle

 

Im Gegensatz dazu steht der künstliche Kanal, erbaut 1836-46 unter König Ludwig I., der freilich als technische Meisterleistung der damaligen Zeit ebenfalls unsere Bewunderung hervorruft. In 100 Schleusen überwand er den Höhenunterschied von 80 m von der Donau auf den Scheitel des Fränkischen Jura und von 183 m hinunter nach Bamberg. An 9 dieser Schleusen führt uns der Weg vorbei. Ihre Tore hat der Zahn der Zeit zerstört, im Kanal wachsen Sumpfdotterblumen und Schlingpflanzen, das Wasser plätschert in kleinen Wasserfällen von einer Kanalstrecke zur anderen hinunter. So holt sich die Natur langsam zurück, was man ihr genommen hat. Das Bauwerk des 19. Jahrhunderts wurde im 20. zum Biotop und Kunstdenkmal, die Treidelwege zu Rad- und Wanderwegen.

Auf steilem Fels über dem Fluss thront in Schwarzenbruck das malerische „Petzenschloss", 1562 von Sigmund Pfinzing im Renaissancestil als Wasserburg errichtet. Der Vorgängerbau dürfte die Urzelle des Ortes sein. Gegenüber erbaute der Bleistiftfabrikant Freiherr von Faber im 19. Jahrhundert ein zweites Schlösschen. Wenn auch eine Innenbesichtigung nicht möglich ist, ist doch die Anlage mit dem Schlosshof allemal einen Umweg wert, ebenso wie die beiden Kirchen, die sich an der Hauptstraße brüderlich gegenüberstehen.

 
Die hell lichtdurchflutete, 1954 geweihte katholische Kirche St. Joseph birgt eine geschwärzte Kreuzigungsgruppe, die früher an der Außenseite einer Kapelle in Mögeldorf angebracht war. Die evangelische Martin-Luther-Kirche auf der Anhöhe gegenüber wurde 1955 im Stil fränkischer Dorfkirchen aus rotem Burgsandstein gebaut. Den Turm ziert ein schönes Fachwerkobergeschoss. Das Deckengemälde in Schablonenmalerei auf dem Tonnengewölbe stellt einen Lebensbaum mit Szenen aus der Schöpfungsgeschichte dar. Der Altar zeigt die fünf klugen und fünf törichten Jungfrauen.


Brüderlich vereint: Die Martin-Luther-Kirche in Schwarzenbruck...
 

 


.... und ihr gegenüber die katholische Kirche St. Josef


Das "Petzenschloss" in Schwarzenbruck.
 

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