Besinnlich durch sanftes Hügelland


Auf dem Auracher "Schöpfungsweg - Vom Altmühlgrund zum Wiesethgrund

 

Informationen

Parken: Am Friedhof in Aurach (ca. 15 km westlich von Ansbach)

Weg: Von Aurach nach Windshofen (Kapellberg) und zurück etwa 14 km. Beginn am Friedhof. 

 Höhenunterschied auf dem Hin- und Rückweg je ca. 60 m. Der Weg ist in beiden Richtungen mit zwei gelben gekreuzten Schlüsseln auf rotem Grund markiert. Richtungspfeile beachten!

Einkehrmöglichkeit in Aurach.

 


Blick vom Kapellberg bei Windhofen

 

Wissenswertes zum Weg

 

Die Worte des hl. Franziskus von Assisi auf dem Bildstock sprechen von Verzeihung, Versöhnung und Frieden: „Gepriesen seist Du, Gott, für jene, die aus Liebe verzeihen, die helfend Hände reichen und die barmherzig sind. Du krönst sie mit Sanftmut und Liebe“. Und weit schweift der Blick vom Kappelberg hinunter auf Windshofen und die anderen kleinen Siedlungen im Wiesethgrund: auf Westheim, Gindelbach, Gimpertshausen, die Elbleinsmühle und hinüber nach Weinberg.

Die Ruhe und der Frieden über dieser idyllischen Landschaft waren es wohl, die den Auracher Bürgermeister Klaus Köhle anregten, hier den „Schöpfungsweg - Vom Altmühlgrund zum Wiesethgrund“ zu konzipieren. Dieser Besinnungsweg durch die Landschaft mit ihren sanften Hügeln und Höhen, mit klaren Bächen und mit einer artenreichen Flora und Fauna ist versteht sich als  meditatives Angebot, das den Menschen durch die Begegnung mit der Vielfalt der Schöpfung zur Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen seines Lebens anregen soll und ihm dadurch den Weg zu sich selbst und zum Schöpfer erschließen möchte. Symbolhaft weisen darauf die beiden gekreuzten Schlüssel hin, mit denen der Weg markiert ist. Entnommen ist der Schlüssel, das Attribut des hl. Petrus, dem Wappen der Gemeinde Aurach.

Leitthema auf diesem Besinnungsweg von Aurach nach Windshofen ist der Sonnengesang des hl. Franziskus. 10 Bildstöcke am Wegrand zitieren jeweils einen Vers dieses bis heute wohl unübertroffenen „Schöpfungsliedes“. Schüler und Lehrer der Auracher Johann-Anton-von-Zehmen-Schule haben jeden Vers mit einer Keramktafel illustriert.  Zusätzliche Meditationstexte an einzelnen Stationen wollen dem Wanderer helfen, in allem Geschaffenen die Spur des Schöpfers zu entdecken – in Luft und Feuer, Wind und Wolken, Baum und Wurzel, Gras und  Blume, Stein und Wasser, Berg und Tal.

Das Friedhofstor mit Weizenähren
in Aurach


"Labyrinth" an der Auracher Aussegnungshalle

Auch die sakralen Denkmäler am Weg – Kirchen, Kapellen, Wegkreuze - regen zur Meditation an. So symbolisiert an seinem Ausgangspunkt im Friedhof in Aurach ein Labyrinth den Lebensweg des Menschen, der selten eben und geradeaus verläuft, mit Umwegen verbunden ist und auf dem sich oft die Sinnfrage stellt. Schmiedeeiserne Ähren im Friedhofstor erinnern daran, dass der Mensch nur Frucht bringen kann, wenn er gleich dem Weizenkorn „in die Erde fällt und stirbt“.


Bildstock auf dem Kappelberg in Windshofen

Am Wendepunkt das Weges auf dem Kappelberg erinnert  ein steinerner Bildstock an die Vorgängerin der jetzigen Windshöfer Wallfahrtskapelle „Mater dolorosa“, die von 14. Jahrhundert bis 1808 hier stand. 1855 wurde drunten in Windshofen eine „Nachfolgekapelle“ erbaut. Zur ehemaligen viel besuchten Wallfahrt auf dem Berg führte von Aurach herüber ein alter Wallfahrtsweg, dessen Trasse der neue Meditationsweg teilweise benutzt und der damit auch wieder ins Bewusstsein gerufen und belebt werden soll.  In einem Achteck vor dem Marterl können die „Wallfahrer“ – symbolisch für ihre Sorgen - mitgetragene Steine in Form eines Kreuzes ablegen.
 

 Der Weg wurde im Rahmen der Lokalen Agenda 21 der Gemeinde Aurach errichtet und als LEADER+ Projekt vom Bayerischen Staat finanziell gefördert.  Mit ihm verbindet sich auch eine ökologische Absicht: Die vielfältigen Erscheinungen der Natur am Weg sollen Anlass sein, über deren „Eigen-Sinn“  und ökologische Bedeutung nachzudenken. Damit will der Weg auch einen Beitrag zur Schärfung des Umweltbewusstseins leisten, und die Gedanken des hl. Franz von Assisi  erweisen sich angesichts des verantwortungsbewussten Verhaltens, das weltweite ökologische Probleme heute von uns erfordern, als wegweisend und hochaktuell auch für unsere Zeit.

 

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