Durch das Sulzbacher Bergland rund um Etzelwang


Burgenreiches Bergland

 

Informationen

Etzelwang liegt ca. 15 km westlich von Sulzbach-Rosenberg

Parkmöglichkeiten an der Hauptstraße und am Bahnhof.

Weg: 12 km, mehrere kurze Aufstiege. Unbedingt genau auf die Markierung achten!

Einkehrmöglichkeiten in Etzelwang, Burg Rupprechtstein (Mo und Di geschlossen), Kirchenreinbach.

Burg Neidstein und Schloss Kirchenreinbach sind nicht zu besichtigen. Die Kirchen in Etzelwang sind tagsüber offen.

 

 


Schloss Neidstein

Weg: Mit Rotkreuz auf der Kirchengasse aufwärts und im Wald nach Rupprechtstein. Dort am Ortsende links abwärts nach Kirchenreinbach. Auf dem Buchbergweg aufwärts zum Buchberghaus und durch den Wald nach Buchhof. Dort links und kurz nach dem Ort geradeaus. Wenige Meter nach einer Baumgruppe mit Grünkreuz und [2] rechts und geradeaus in den Wald. Gut 100 m nach Überquerung einer großen Waldwiese mit [2] scharf rechts (ab vom Grünkreuz), geradeaus abwärts zu einem Sträßchen. Dort links, auf der Staatsstraße rechts, nach 100 m links Richtung Rittmannshof, immer mit [2]. Nach der 2. Straßenkurve (nach etwa 600 m) links ab, nach 20 m rechts, geradeaus hinauf zum Waldrand und dort rechts (auch [5]). Wo Rittmannshof sichtbar wird, mit [2] scharf links und durch den Wald bis zu einem Feld, an dem [2] in den querenden Blaustrichweg mündet. Mit ihm rechts abwärts und über Albersdorf und Tabernackel nach Etzelwang. - Abstecher zur Burg Neidstein: In Tabernackel mit Blaukreuz hinauf zur Burg und dort mit [2] auf Stufen abwärts, über die Straße und mit Blaustrich nach Etzelwang..

 

 

 

 

 

 

Etzelwang

Wissenswertes zum Weg

Unterschiedlicher können Kirchen kaum sein als die barocke evangelische Pfarrkirche St. Nikolaus und die moderne katholische Kirche St. Martin in Etzelwang. Erstere beherrscht als Mittelpunkt des kleinen Ortes im Sulzbacher Bergland auch optisch das Ortsbild, letztere, eine der wenigen Kirchen von Karljosef Schattner, 1968/70 erbaut, markiert den östlichen Ortsrand. Bauweise und Lage der beiden Gotteshäuser spiegeln die bewegte, von konfessionellen Auseinandersetzungen geprägte Geschichte im Sulzbacher Land wider.

1652 waren im „Kölner Vergleich“  im Herzogtum Sulzbach die katholische und evangelische Konfession als gleichberechtigt anerkannt worden; er schloss auch das Recht ein, die vorhandenen Kirchen gleichberechtigt zu nutzen. Auf Anordnung der Sulzbacher  Regierung wurde in Etzelwang ab 1720 die damalige Kirche, ein Nachfolgebau des von Bischof Gundekar II. um 1060 geweihten ersten Gotteshauses, abgerissen. An ihrer Stelle wurde von beiden Konfessionen gemeinsam die heutige evangelische Pfarrkirche St. Nikolaus errichtet und barock ausgestattet. Altar, Kanzel und vor allem die Orgel sind von beachtenswerter Qualität. Freilich musste beim Neubau der verschiedene theologische Anspruch beider Glaubensrichtungen auch baulich sichtbar werden. Auf evangelischer Seite geschah dies vor allem durch die Bemalung der Emporen, die im 18. Jahrhundert besonders im protestantischen Kirchenbau im nürnbergischen Gebiet „in Mode“ war. St. Nikolaus war jedoch die einzige Simultankirche, die mit Emporenbildern ausgestattet wurde. Insgesamt 26 zum Teil sehr gute Bilder verschiedener Maler erzählen vom Leben Jesu.

Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Krieg stieg die Katholikenzahl stark, und bald wurde der Wunsch nach einer eigenen religiösen „Heimat“ laut. So wurde 1967 das Simultaneum aufgelöst und in bewusstem Kontrast zur umgebenden dörflichen Bauweise die Kirche St. Martin erbaut. Ihre acht tragenden Wände lassen an den Kanten Lichtschlitze frei. Eine Wand ist aufgeklappt; sie umschließt den Eingang und trägt gleichzeitig die Glockenstube und eine horizontale Betonplatte, die das Wandprofil zu einem weithin sichtbaren Kreuz ergänzt. Der Lichteinfall durch ein großes Rundfenster im Dach und die Fensterschlitze in den Wänden verleihen zusammen den für Boden und Decke verwendeten Hölzern dem Raum eine Atmosphäre der Ruhe, Wärme und Geborgenheit. Am Eingang zum Kirchenareal steht der Altarstein aus der schon 1815 profanierten, 1979 abgebrochenen Kirche St. Martin im nahen Ermhof mit modernen bronzenen Szenen aus dem Leben des Heiligen.
 


Turm von St. Martin in Etzelwang
 

 


 St. Martin
 

 

 

 

 

 


St. Martin - Etzelwang


St. Martin
 


Etzelwang - Emporenmalerei
 
Im kuppenreichen Sulzbacher Bergland mit seinen oft bizarren Felsformationen und Höhlen, dem Wechsel von Wäldern und offener Landschaft, einer reichen Flora und Fauna und kleine, von Fachwerkbauten geprägten Dörfern liegen zahlreiche einstige Burgen und stattliche Schlösser. So auch an unserem Wanderweg. Die ehemalige Burg Rupprechtstein, vom 14. bis 16. Jahrhundert Sitz der Freudenberger, ist heute Gasthof. Schloss Neidstein mit seinem gotischen Treppengiebel und dem romantischen Vorhof, seit dem Mittelalter im Besitz derer von Brand und erst vor kurzem an den Hollywoodstar Nicolas Cage verkauft, entstand 1513 aus einem Wirtschaftsgebäude der 1504 zerstörten frühmittelalterlichen Burg.. Im Zentrum des „Bilderbuchdorfes“ Kirchenreinbach steht das ansehnliche frühere Hofmarkschloss.
 

 

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