Im wildromantischen Pilsachtal


Auf dem "Felsen- und Kreuzwanderweg"  durch Täler und über Höhen

 

Informationen

 Ausgangspunkt Pilsach-Danlohe, ca. 8 km nordöstlich von Neumarkt. Parken an der Ortsstraße oder bei der Pilsachbrücke (von Pilsach kommend am Ortseingang rechts abwärts)

Weg: Etwa 8,5 km. Aufstiege etwa120 m. Feste Schuhe erforderlich!

Einkehr: In Pilsach und (am Wochenende) in der Schneemühle

Das Schloss Pilsach ist nicht zu besichtigen (Privatbesitz).

 

Der Zusammenfluss von Fürstenbrunnnen und
Katzenbrunnen, der beiden Pilsachquellen

Wegbeschreibung

 

Markierung: 3 Kreuze. In Danlohe beim Feldkreuz am östlichen Ortsende durch den Wald links aufwärts. Am Waldende liegt rechts unten der Burgstall Trossberg. Auf dem Feldweg weiter aufwärts. Bei einer Baumgruppe, die rechts an den Weg heranreicht, rechts zum Waldrand, dort erneut rechts, nach etwa 30 m links auf den Steig und im Wald ein Stück abwärts zur Teufelsschublade. Zurück auf den Feldweg. Bei der weißen Scheune rechts abwärts nach Eispertshofen. Dort auf der Straße rechts abwärts und gleich nach der Schneemühle auf dem Schotterweg links ins Pilsachtal. Bei den Teichen kurz vor dem Talende auf einen ansteigenden Steig. Etwa 150 m nach einem großer Felsen (er liegt rechts am Hang) auf den scharf links abzweigenden „Weg“. Auf ihm ein Stück abwärts, über das obere Ende der Wiese und dann in der Schlucht zunächst aufwärts und auf halber Höhe auf Wegspuren links abwärts zu den Pilsachquellen. Weiter aufwärts bis zur Einmündung in einen Schotterweg; dort links zur Keltenschanze und an ihrem Wall entlang geradeaus weiter, bis ein Schotterweg rechts aufwärts führt. Auf ihm zum oberen Ortsrand von Eispertshofen. Dort auf der Straße rechts. Bei einem Wegkreuz nach 300 m links zu den „Drei Kreuzen“. An der Wegteilung kurz danach links zum Minzer Felsen. Dort links abwärts, auf dem Teersträßchen erneut links, 20 m nach der scharfen Rechtskurve rechts auf den beginnenden Waldweg. Auf ihm abwärts nach Danlohe.


Wissenswertes zum Weg

 

In einer einsamen, von steilen Abhängen mit klobigen Felsen gesäumten Waldschlucht entspringen westlich von Trautmannshofen der „Fürstenbrunnen“ und der „Katzenbrunnen“, zwei Quellen, die sich alsbald zur Pilsach vereinen. Nach nur wenigen Metern speist der neugeborene Bach die Teiche einer Fischzucht, ehe er in einem der besonders tief eingeschnittenen Täler, die hier den Albrand „zerfransen“, dem Neumarkter Becken zufließt, dort in die Vordere Schwarzach mündet und mit ihr der Regnitz und dem Main zustrebt.. Allein auf dem kurzen Weg zum gleichnamigen Ort trieb die Pilsach früher vier malerisch in ihr Tal eingebettete Mühlen an.

In dieser idyllischen Landschaft verläuft ein besonders schöner Wanderweg der Gemeinde Pilsach, der „Felsen- und Kreuz-Wanderweg“. Er führt durch prächtige Hangwälder, durch das stille Tal der Pilsach zu ihren Quellen und über die Hochfläche mit einem weiten Blick ins oberpfälzer Umland. Schon der Name des Weges verrät dem Wanderer, was ihn erwartet: Markante, unverwechselbare Felsformationen und zahlreiche schöne Feldkreuze verschiedensten Alters und Stils.

 

Die "Teufelsschublade"

 

Ein geheimnisumwitterter Felsen liegt etwas abseits im Wald verborgen und will deshalb auch ein wenig gesucht werden. “Teufelsschublade“ nennt ihn der Volksmund. Wohl 10 Meter ist er aus waagrechten Gesteinsschichten aufgetürmt; eine davon wirkt wie herausgezogen in Richtung auf einen kleineren Felsblock. Ob dieser dem Teufel bei seinen Geschäften um die Seelen wohl als Stuhl gedient hat? Rätselhaft wirkt auch die Herkunft des „Minzer Felsens“, der beim Weiler Inzenhof unvermittelt und markant aus der sonst ebenen Hochfläche herausragt.

Auffallend unter den zahlreichen Kreuzen am Weg sind die schlichten „Drei Kreuze“, die 1986 nördlich von Eispertshofen errichtet wurden. Daneben erzählt eine Tafel die Geschichte von einem tödlichen Unfall im Jahr 1987 und vom verheerenden Gewitter am Abend desselben Tages, das mit einem Blitz das mittlere der drei Kreuze spaltete.

 

Die "Drei Kreuze" oberhalb von Eispertshofen

 

Auch ein Kranz kulturhistorischer Stätten umgibt das Pilsachtal. So liegt am Weg von Danlohe nach Eispertshofen im Wald versteckt auf einem eindrucksvollen Felssporn der Burgstall der ehemaligen Trossburg aus dem 12. Jahrhundert. Zu ihren Bewohnern gehörte im 14. Jahrhundert für kurze Zeit auch Seyfried Schweppermannn. Oberhalb der Pilsachquellen begleitet der verfallene Wall einer ausgedehnten Keltenschanze den Weg.

 



Das Wasserschloss Pilsach

 

Ein markantes Felsgebilde ist der "Minzer Felsen" auf der Hochfläche zwischen Pilsach und Litzlohe.

 

 

 

Wesentlich für die Entwicklung des Ortes Pilsach war der „Untere Sitz“, das spätere Hofmarkschloss. Der dreigeschossige barocke, mit einem Walmdach bekrönte Bau ist das einzige Wasserschloss im Landkreis Neumarkt. Bekannt ist es geworden durch das „Hauser-Loch“, ein Verlies, in dem möglicherweise das Findelkind Kaspar Hauser gefangen gehalten wurde. Südlich des Schlossbaus stehen am Bach um einen Innenhof noch einige stattliche Nebengebäude.

Der zweite dominierende Bau in Pilsach ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul. Die ursprüngliche gotische Chorturmanlage wurde mehrfach umgestaltet und 1929 nach Westen erweitert. Die Ausstattung mit Altären und Skulpturen ist barock, die Deckenbilder entstanden 1944.

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